Was ist das Startkommando

Startkommando ist die Anweisung des Starters, die dem Rennläufer mitteilt, dass er die Fahrt beginnen darf. Es gehört zu einem genau gesteuerten Startablauf und darf nicht mit dem Herbeirufen des Rennläufers an den Start oder mit dem Starten der elektronischen Zeitmessung verwechselt werden.

Die folgende Beschreibung basiert auf den FIS-Regeln für den alpinen Skisport, veröffentlicht am 6. Juli 2026 und überprüft zum 2. September 2026.

Wie das Kommando im Rennen klingt

Bei Rennen mit festem Startintervall weist der Starter den Rennläufer zehn Sekunden vor der festgelegten Zeit mit den Worten „10 Sekunden“ darauf hin. Fünf Sekunden vor dem Start folgt der Countdown „5, 4, 3, 2, 1“ und das Kommando „Go!“. Zusätzlich kann ein automatisches akustisches Signal und eine Startuhr verwendet werden, an der der Skifahrer die verbleibende Zeit abliest.

Nach Artikel 613.7 der FIS-Regeln gilt bei festem Intervall ein Start innerhalb von fünf Sekunden vor bis fünf Sekunden nach der offiziellen Startzeit. Diese Toleranz ist keine Einladung zum Taktieren. Aufgabe des Rennläufers ist es, auf den Countdown zu reagieren und flüssig zu seiner festgelegten Zeit zu starten.

Der Slalom hat ein eigenes Verfahren. Wenn der Starter die Freigabe für den nächsten Start erhält, weist er den Rennläufer mit dem Kommando „Ready“ darauf hin und gibt wenige Sekunden später das Signal „Go!“. Der Rennläufer muss nach Artikel 805.3 ungefähr innerhalb von zehn Sekunden nach diesem Kommando starten. Bei Parallelwettbewerben wird ein eigenes, in den Regeln des jeweiligen Bewerbs festgelegtes Verfahren und Startgerät verwendet.

Startkommando – technische Illustration Ski Loko

Kommando und Beginn der Zeitmessung

Das Wort „Go!“ allein löst in der Regel nicht die Ergebniszeit aus. Bei der üblichen elektronischen Zeitmessung entsteht der Startimpuls erst dann, wenn der Rennläufer durch die Bewegung der Unterschenkel die Startstange der Zeitmessung öffnet. Das Kommando bestimmt also den erlaubten Start, während das Gerät den tatsächlichen Zeitpunkt des Überfahrens der Startlinie erfasst.

Auf Anweisung des Starters hat der Rennläufer die Stöcke vor der Startlinie oder an der markierten Stelle abgelegt. Abstoßen darf er sich mit Skistöcken; verboten ist es, sich durch Abstoßen von den Startpfosten oder mit fremder Hilfe einen Vorteil zu verschaffen. Ein vorzeitiger Start vor dem Kommando, ein absichtliches Zögern oder die Nichtbeachtung des Startablaufs kann nach den Regeln und dem Entscheid der Jury zu einer Sanktion führen.

Kinder- und Trainingskontext

Kinder lernen zunächst, drei Phasen zu unterscheiden: Vorbereitung, Countdown und erlaubter Start. Bei einem einfachen Trainingsstart kann der Trainer ein verständliches, vereinbartes Kommando verwenden, doch vor den ersten Rennen sollte der junge Skifahrer auch die offizielle Abfolge kennen und lernen, den Starter oder die Startuhr zu beobachten.

Ein häufiger Fehler ist, schon bei der Zahl „eins“ loszufahren oder nach dem Kommando reglos stehen zu bleiben und erst danach mit der Vorbereitung des Abstoßens zu beginnen. Der Trainer achtet deshalb nicht nur auf die Geschwindigkeit der ersten Meter. Wichtig sind eine ruhige Startposition, bereitgelegte Stöcke, Aufmerksamkeit für den Starter und eine Bewegung ohne vorzeitigen Ruck. Bei jüngeren Kindern soll das Üben ihrer Fähigkeit, auf ein Signal zu reagieren, angepasst sein, ohne Druck für einen kraftvollen oder technisch komplizierten Start.

Quellen und weiterführende Lektüre

  1. FIS – Alpine Skiing Documents, International Competition Rules, Ausgabe 6. Juli 2026
  2. U.S. Ski & Snowboard – 2026 Alpine Competition Guide
  3. U.S. Ski & Snowboard – 2026 Alpine Competition Guide, vollständiges PDF
  4. FIS – Timing & Data, Alpine Skiing Timing Booklet
  5. U.S. Ski & Snowboard – Alpine Competition Officials Education Resources 2025/26
  6. U.S. Ski & Snowboard – 2025/26 Alpine Precisions