Was DNS bedeutet

DNS ist die internationale Abkürzung aus dem Englischen Did Not Start, also „nicht gestartet“ oder „startete nicht“. In den Ergebnissen kennzeichnet sie einen Läufer, der diese Fahrt nicht begonnen hat.

Im FIS-Datenstandard kann man auch auf die Bezeichnungen DNS1, DNS2 oder DNS3treffen. Die Zahl bezeichnet Run 1, Run 2 oder Run 3. Beim Zwei-Durchgänge-Slalom und Riesenslalom verwenden wir in diesem Text die Bezeichnungen erstes und zweites Rennen: DNS1 steht für das Nicht-Starten im ersten Rennen und DNS2 im zweiten Rennen. DNS3 bezieht sich auf den dritten Lauf, falls diese Wettkampfform ihn enthält. Der Code selbst sagt nicht aus, warum der Läufer nicht gestartet ist und auch nicht, ob er die Bedingungen für den Start im nächsten Lauf erfüllt hat.

Die offizielle FIS-Ergebnisliste soll gesondert Läufer ausweisen, die nicht am Start waren, das Rennen nicht beendet haben oder disqualifiziert wurden. DNS ist daher weder eine Platzierung noch eine erzielte Zeit.

DNS, DNF, DSQ und NPS sind nicht dasselbe

Diese Abkürzungen beschreiben unterschiedliche Situationen:

  • DNS – Did Not Start: Der Läufer hat den Lauf nicht begonnen.
  • DNF – Did Not Finish: Der Läufer ist gestartet, hat den Lauf aber nicht beendet.
  • DSQ – Disqualified: Der Läufer wurde disqualifiziert.
  • NPS – Not Permitted to Start: Dem Rennläufer war der Start wegen Nichterfüllung einer der Regelbedingungen nicht erlaubt.

Ein verspäteter oder fehlerhafter Start soll daher nicht automatisch als DNS eingetragen werden. Die FIS-Regeln sehen für diese Fälle ein eigenes Verfahren vor, und je nach Umständen kann eine Strafe oder Disqualifikation folgen.

Der Startschiedsrichter meldet dem Schiedsrichter die Namen der Rennläufer, die nicht gestartet sind. Er informiert das Juryteam gesondert über Regelverstöße, etwa über einen fehlerhaften oder verspäteten Start oder einen Verstoß gegen die Ausrüstungsregeln. Die Meldung von DNS an den Schiedsrichter und die Information der Jury über einen Regelverstoß sind also nicht dieselbe Pflicht.

DNS in Rennen mit zwei Läufen

Ist ein Rennläufer nach den Regeln für den zweiten Lauf im Slalom oder Riesenslalom eingeteilt, startet aber nicht, wird er in den Ergebnissen als DNS2 geführt. Ohne Zeit aus dem zweiten Lauf kann er in der Endwertung eines Rennens mit zwei Läufen nicht klassifiziert werden.

Nach den FIS-Regeln setzt ein Rennläufer nach dem Status DNS im ersten Lauf in der Regel nicht im nächsten Lauf fort. Eine genau definierte Ausnahme gibt es bei FIS-Rennen in der alpinen Kombination: Ein Rennläufer mit dem Status DSQ, DNS, NPS oder DNF im Slalomteil darf im Geschwindigkeitsteil starten. Wenn der Geschwindigkeitsteil vor dem Slalom stattfindet, gilt diese Ausnahme nicht.

DNS – technische Illustration Ski Loko

Bei slowakischen Kinder- und Nachwuchsrennen ist vom Wettbewerbsreglement des ZSL auszugehen, das für die jeweilige Saison gilt, von der Ausschreibung der Veranstaltung und von den übrigen anwendbaren Regeln. Zum 2. September 2026 war auf der offiziellen ZSL-Website jedoch kein Wettbewerbsreglement 2026/2027 für den alpinen Skisport auf Schnee veröffentlicht; im Teil 2026/2027 war nur das Reglement der alpinen Disziplinen für Grasskifahren verfügbar. Aus dem Reglement für die Saison 2025/2026 lassen sich daher keine Regeln für die folgende Saison ableiten. Nach der Veröffentlichung des aktuellen Reglements ist das nationale Verfahren direkt daraus zu prüfen.

Die Jury kann nur im Rahmen der Befugnisse entscheiden, die ihr die anwendbaren Vorschriften geben. Wenn konkrete Regeln einen weiteren Lauf außerhalb der regulären Wertung erlauben, handelt es sich um eine besondere Regelung des Rennens und nicht um die allgemeine Bedeutung der Abkürzung DNS.

Praktischer Blick von Trainer und Elternteil

DNS allein erklärt den Grund für den Nichtstart nicht. Er kann nach einer Abmeldung wegen gesundheitlicher Probleme, einer Verletzung oder nach der Entscheidung folgen, dass ein Start nicht sicher wäre. Bei einem Kind hat es keinen Sinn, nur deshalb auf den Start zu drängen, um die Abkürzung DNS zu vermeiden. Wenn es Schmerzen hat, ungewöhnlich müde ist oder sich nach einem Sturz nicht wohlfühlt, haben sein Zustand und seine Sicherheit Vorrang.

Wenn nach einem Sturz oder einem Schlag gegen Kopf oder Körper der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung entsteht, muss das Kind sofort aus dem Sportbetrieb genommen werden. An diesem Tag soll es nicht mehr auf die Strecke zurückkehren, und die weitere Rückkehr soll ein Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachkraft beurteilen. Trainer oder Elternteil dürfen die Schwere einer möglichen Gehirnerschütterung nicht selbst einschätzen.

Aus praktischer organisatorischer Sicht ist es sinnvoll, die Nichtteilnahme so früh wie möglich dem Veranstalter oder dem Startschiedsrichter mitzuteilen; das ist jedoch keine allgemeine Pflicht des Trainers, wie sie im ICR so formuliert wäre. Das formale Vorgehen bestimmt immer das Wettbewerbsreglement und die Organisation des konkreten Rennens.

Bei verspätetem Eintreffen halten die FIS-Regeln fest, dass leichtes Unwohlsein oder ein Defekt an der persönlichen Ausrüstung für sich allein keine höhere Gewalt darstellen. Das ist jedoch eine Regel zur Beurteilung eines verspäteten Starts und kein Grund, ein Kind trotz gesundheitlicher oder sicherheitsrelevanter Zweifel zum Start zu zwingen.

DNS ist keine Schande und keine Bewertung der Skitechnik. Es ist eine genaue Verwaltungsangabe dafür, dass der Rennläufer den betreffenden Lauf nicht gestartet ist.

Quellen und weiterführende Informationen

  1. FIS – International Competition Rules for Alpine Skiing, Ausgabe Juli 2026
  2. FIS – Alpine Data Booklet, PDF intern als Version 1.15 vom 31. Oktober 2025; die FIS-Bibliothek führt es als Version 1.16
  3. FIS – Timing & Data, offizielle Bibliothek für Daten- und Zeitmessdokumente
  4. FIS – offizielle Ergebnisliste mit den Abschnitten Did not start 1st run und Did not start 2nd run
  5. Verband des slowakischen Skilaufs – sporttechnische Vorschriften und Formulare, Stand geprüft am 2. September 2026
  6. CDC HEADS UP – Vorgehen bei Verdacht auf eine Gehirnerschütterung im Sport